Meine selbst gehostete Fotoverwaltung mit Immich

2–3 Minuten

Wer heute Fotos mit dem Smartphone aufnimmt, landet fast automatisch bei einem Cloud-Dienst wie Google Fotos oder iCloud. Das ist bequem, bedeutet aber auch, dass persönliche Erinnerungen auf Servern eines Drittanbieters gespeichert werden.

Für mein Homelab war deshalb schnell klar: Ich möchte die Kontrolle über meine Fotos und Videos selbst behalten. Die Lösung dafür heißt Immich.


Was ist Immich?

Immich ist eine moderne Open-Source-Anwendung zur Verwaltung und Sicherung von Fotos und Videos. Sie bietet viele Funktionen, die man von bekannten Cloud-Diensten kennt – darunter automatische Smartphone-Backups, intelligente Suche, Gesichtserkennung und eine übersichtliche Zeitleiste.

Der entscheidende Unterschied: Sämtliche Daten bleiben auf der eigenen Infrastruktur.

Immich wird aktiv weiterentwickelt und hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Self-Hosting-Lösungen für Fotos entwickelt.


Warum ich mich für Immich entschieden habe

In meinem Homelab versuche ich, möglichst viele Dienste selbst zu betreiben. Fotos gehören dabei zu den persönlichsten Daten überhaupt und sollten meiner Meinung nach nicht ausschließlich bei einem externen Anbieter liegen.

Mit Immich werden neue Bilder automatisch von meinem Smartphone auf meinen Server übertragen. Anschließend kann ich sie bequem über den Browser oder die mobile App ansehen, durchsuchen und organisieren – genau wie bei kommerziellen Cloud-Diensten.

Der Umstieg war deutlich einfacher, als ich zunächst erwartet hatte.


Funktionen, die mich überzeugt haben

Immich bringt mittlerweile einen beeindruckenden Funktionsumfang mit.

Besonders praktisch finde ich:

  • Automatische Backups von Android und iOS
  • Moderne und schnelle Weboberfläche
  • Leistungsstarke Android- und iPhone-App
  • Gesichtserkennung
  • KI-gestützte Objekterkennung
  • Kartenansicht mit GPS-Daten
  • Alben und Freigaben
  • Mehrbenutzer-Unterstützung
  • Vollständig Open Source

Dadurch fühlt sich Immich weniger wie ein typisches Self-Hosting-Projekt und eher wie ein ausgereifter Cloud-Dienst an.


Integration in mein Homelab

Meine Immich-Instanz läuft als Docker-Container und ist vollständig in meine bestehende Infrastruktur integriert.

Die eigentlichen Fotos liegen auf meinem zentralen Speicher und profitieren dadurch automatisch von meiner vorhandenen Backup-Strategie. Gleichzeitig erfolgt der Zugriff ausschließlich verschlüsselt über HTTPS.

Da Immich regelmäßig neue Versionen erhält, lässt sich die Installation problemlos aktuell halten und wächst gemeinsam mit meinem Homelab weiter.


Datenschutz ohne Kompromisse

Der größte Vorteil von Immich ist für mich die vollständige Kontrolle über die eigenen Daten.

Ich entscheide selbst,

  • wo meine Fotos gespeichert werden,
  • wie sie gesichert werden,
  • wer Zugriff erhält
  • und wann Updates installiert werden.

Es gibt keine Speicherlimits, keine monatlichen Kosten pro Gigabyte und keine Abhängigkeit von einem einzelnen Cloud-Anbieter.


Mein Fazit

Immich gehört mittlerweile zu den wichtigsten Anwendungen in meinem Homelab.

Die Kombination aus automatischen Smartphone-Backups, moderner Benutzeroberfläche und leistungsstarken KI-Funktionen macht die Software für mich zu einer hervorragenden Alternative zu klassischen Cloud-Diensten.

Wer seine Erinnerungen selbst verwalten und gleichzeitig nicht auf Komfort verzichten möchte, sollte sich Immich definitiv einmal ansehen. Es ist eines der Projekte, das eindrucksvoll zeigt, wie weit moderne Open-Source-Software inzwischen gekommen ist.

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